
- The Artist
The Artist
Geht das? Einen schwarz-weißen Stummfilm in Zeiten der 3D-Kinoüberwältigung? Es geht. Und wie! Michel Hazanavicius hat mit „The Artist“ der zu Neige gehenden Stummfilm-Ära konsequent und höchst unterhaltsam seine Referenz erwiesen und heimst dafür einen Preis nach dem anderen ein. „The Artist“ erzählt ein Schicksal, das Ende der 20er/Anfang der 30er etliche Stummfilmstars teilten: Sie verweigerten sich dem Tonfilm und waren alsbald vergessen. So wie George Valentin: Innerhalb kürzester Zeit wird man ihn vergessen, während die nur beiläufig von ihm protegierte Peppy Miller die Massen in die Kinopaläste lockt. Valentin schlägt den Weg des konsequenten Abstiegs ein, und es wird Peppy sein, die ihn am Ende vorm Absturz bewahrt. Ein Kinofilm, an dessen Ende man sich fragt, warum Filmemacher heute so viele Worte bemühen müssen, um anrührende Geschichten zu erzählen. (Kafka, 1910, 20 Jahre vor dem Tonfilm: „Im Kino gewesen. Geweint.“)