Die Beschissenheit der Dinge

Die Beschissenheit der Dinge

Es ist erstaunlich. Belgien ist ein kleines Land und eines, das stets davor steht, sich selbst zu zerlegen. Wenn es aber um Filme geht, zählen die Belgier zu den Großen in Europa. Und, vielleicht weil ihr Land so kaputt ist, rekrutieren belgische Regisseure und Drehbuchautoren ihr Filmpersonal gern aus den Reihen des Prekariats, um es höflich zu sagen. Heraus kommen dann gruselige Sozialstudien wie die der Dardenne-Brüder oder eine bitter-süße Liebesgeschichte wie „Neulich in Belgien“. „Die Beschissenheit der Dinge“, dem ein autobiografischer Roman zur Vorlage diente, führt nun zurück in die belgische Provinz der 80er Jahre, wo Gunther bei seiner Großmutter, seinem versoffenen Vater und den nicht minder trinkfesten drei Onkeln aufwächst. Die Männer überlassen der alten Frau die Arbeit und das Organisatorische und treten an beim Weltrekordversuch im Dauertrinken, beim Nacktradrennen. Sie lassen keine Schlägerei aus und keine Provinzschönheit stehen. Sie saufen sich um den Verstand, bekommen nichts auf die Reihe, und haben Spaß daran. Jahre später, als Erwachsener, muss Gunther sich entscheiden, ob er das Erbe seiner Familie antreten will. – „Der belgische Regisseur Felix van Groeningen hat für seine Verfilmung einen eindringlichen Ton gefunden, angesiedelt zwischen dem alkoholgeschwängerten Realismus Charles Bukowskis, der Verliererpoesie Aki Kaurismäkis und dem derben, anarchischen Humor der niederländischen Prollkomödie ‚Die Flodders’.” (Spiegel online)

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Film Infos

Originaltitel:
De helaasheid der dingen
Land:
Belgien
Jahr:
2009
Genre:
Komödie
Regie:
Felix Van Groeningen
Buch:
Felix Van Groeningen und Christophe Dirickx nach dem Roman von Dimitri Verhulst
Kamera:
Ruben Impens
Musik:
Jef Neve
Schnitt:
Nico Leunen
Darsteller:
Kenneth Vanbaden (Gunther mit 13), Valentijn Dhaenens (Gunther, erwachsen), Koen De Graeve (Marcel „Celle” Strobbe), Wouter Hendrickx (Lowie „Petrol” Strobbe), Johan Heldenbergh (Pieter „Beefcake” Strobbe), Bert Haelvoet (Koen Strobbe), Gilda De Bal (Großmutter Meetje Strobbe), Natali Broods (Tante Rosi)
FSK:
ab 12
Länge:
108 Minuten