
- Moon
Moon
Multi-Millionen-Budgets, geniale Technik und eine banale Geschichte bilden den Stoff, aus denen seit Jahren die meisten Science Fiction gewoben werden. Duncan Jones hat für seinen ersten Film „Moon“ gerade einmal 5 Millionen Dollar zur Verfügung gehabt und 33 Tage Zeit – und ihm ist das gelungen, woran prominentere Regisseure gescheitert sind: einen intelligenten und spannenden Film zu drehen, bei dem keine Armeen Schlachten im All schlagen, sondern ein Mann sich als Art Hausmeister einer Helium-Förderanlage auf dem Mond langweilt. Sein dreijähriger Dienst soll in vierzehn Tagen enden, als sich plötzlich merkwürdige Dinge ereignen, deren Ursache zunächst unklar bleiben und die Sam Bell an seinem Verstand zweifeln lassen. Sein wichtigster Kommunikationspartner ist ein Computer – und wer sich nun an „2001“ erinnert fühlt, liegt nicht völlig falsch: Kubricks Meisterwerk war für Jones ebenso Inspiration wie für David Bowie, als der zwei Jahre vor Geburt seines Sohnes Duncan die Figur des Astronauten Major Tom ersann. – „‚Moon’ ist das beeindruckende Spielfilmdebüt von Duncan Jones, dem einzigen Sohn des großen Weltraum-Metaphysikers der Popmusik: David Bowie. In nur 33 Tagen und mit bescheidenem Budget abgedreht, nimmt das Werk die ehrwürdige, seit längerem verschüttete Tradition des ambitionierten Science-Fiction- Independentfilms wieder auf.” (Tagesspiegel)