
- Renn, wenn du kannst
Renn, wenn du kannst
Ganz nüchtern betrachtet, ist Ben ein arges Ekel: schurigelt seine Mitmenschen und ist um einen höhnischen Spruch nie verlegen. Ben kann jedoch darauf zählen, nie wirklich auf ernsthaften Widerstand zu stoßen – schließlich sitzt er im Rollstuhl. Und die guten Menschen in seinem Umfeld müssen gut finden, was immer jemand wie Ben tut. Es sei denn, er hat wie Christian ein so heiteres Gemüt, dass noch die ärgsten Zynismen an ihm abperlen, was ihm, dem Zivi, Bens Achtung einbringt. Die beiden arrangieren sich und freunden sich mit Annika an, einer ebenso begabten wie unsicheren Cello-Studentin, die versehentlich und mit viel zu großem Lärm in das Leben der beiden jungen Männer stürzt. Nun könnte es kompliziert werden, es wird auch kompliziert, doch „Renn, wenn du kannst“ umtanzt die Klippen, die eine ménage à trois auf der Leinwand bereit hält, leichtfüßig. Was man natürlich bei einem im Rollstuhl sitzenden Protagonisten so eigentlich nicht sagen dürfte, aber muss. – „Dietrich Brüggemann jongliert mit schwarzhumorigen Dialogzeilen sowie Filmzitaten – und entflammt en passant eine Lovestory.“ (Zitty)